Was man bei der Wahl eines Hundes beachten sollte.
Sie sind dabei, sich einen Hund auszusuchen, der für die nächsten Jahre Ihr bester Freund sein wird. Hierbei ist die richtige Wahl von großer Bedeutung. Nehmen Sie einen Welpen oder einen ausgewachsenen Hund? Rassehund oder Mischling? Sie wollen jeden gemeinsamen Tag genießen, also sollten Sie Ihre Hausaufgaben machen und alle Optionen in Betracht ziehen, bevor Sie Ihren perfekten neuen Partner auswählen!
Rassehund oder Mischling?
Allein in Deutschland gibt es mehr als 200 anerkannte Rassen, dazu die ganzen reizenden Mischlinge und unzählige Mischrassen. Die Entwicklung von Hunderassen für bestimmte Zwecke hat dazu geführt, dass es mehr Sorten gibt als bei jeder anderen Tierart – man sehe sich nur eine riesige Dogge neben einem winzigen Chihuahua an!
Der große Vorteil dabei, einen Rassehund auszuwählen (reinrassig), ist die Berechenbarkeit. Man kann sich relativ sicher sein, dass man eine bestimmte Größe, Felllänge und -beschaffenheit, Charakter und Energielevel bekommt...
In geringerem Maße sind auch Mischrassen (zwei verschiedene, aber reinrassige Eltern) berechenbar, aber man kann sich nie sicher sein, weil man nicht weiß, welche Rasse dominiert. Ein Border Collie-Labrador könnte zum Beispiel entweder ganz entspannt sein – oder vor Energie nur so strotzen und jeden Tag lange Spaziergänge fordern!
Mischlinge (auch bekannt als Promenadenmischungen) haben keinerlei reinrassiges Blut in sich. Manchmal kann man einige Hinweise auf bestimmte Rassen erkennen, bei anderen ist auch das unmöglich. Für manche Menschen ist dies ein Vorteil, weil sie einen Hund haben wollen, der wirklich einmalig ist. Genetische Mischlinge sind gesünder, da ihr Genpool größer ist und sie weniger vererbte Probleme haben.
Welpe oder ausgewachsener Hund?
Es gibt keine vergnüglichere Art, den Tag zu verbringen, als mit einem Welpen zu spielen! Aber ein Welpe ist nicht die ideale Wahl für jeden. Einen obdachlosen ‚Teenager‘ oder einen ausgewachsenen Hund zu adoptieren, kann eine gute Alternative sein.
Natürlich wollen Sie sicherstellen, dass Ihr Welpe in einem liebevollen, freundlichen und sorgfältig vorbereiteten Zuhause aufwächst. Seine Erziehung ist eine weitere Gelegenheit, wertvolle Zeit mit Ihrem neuen besten Freund zu verbringen, während Sie ihm alles beibringen, was Ihnen wichtig ist. Aber denken Sie daran, dass ein Welpe in den ersten Monaten viel Zeit in Anspruch nimmt, da Sie oft zum Sauberkeitstraining mit ihm nach draußen und immer aufpassen müssen, dass Ihre Lieblingsgegenstände nicht völlig zerkaut werden.
Heimatlose erwachsene Hunde können außergewöhnliche Haustiere sein und sind oft bereits erzogen und sozialisiert. Sie müssen sich aber unbedingt darüber im Klaren sein, dass erwachsene Hunde oft ‚emotionale Altlasten‘ mit sich herumschleppen und viel Zeit und Geduld nötig sein könnte, um Scheuheit, milde Aggressivität oder andere Schwierigkeiten zu überwinden.
Rüde oder Hündin?
Beim Geschlechterkampf gehen die Meinungen weit auseinander. Manche Menschen schwören darauf, dass sich Hündinnen leichter erziehen lassen und liebevoller sind. Andere hingegen meinen, dass Weibchen unabhängiger und distanzierter sind. Rüden sagt man nach, dass sie aggressiver seien, aber eine Kastration kann ihr Wesen dramatisch ändern.
Es lohnt sich, die Kastrierung eines Hundes unabhängig von seinem Geschlecht in Betracht zu ziehen. Dies hat viele Vorteile in Bezug auf Gesundheit und Verhalten. Durch die Kastration verspüren Rüden weniger Verlangen, sich auf die Suche nach läufigen Hunden zu begeben. Nicht-sterilisierte Hündinnen könnten Scheinschwangerschaften haben und sind manchmal schwer zu bändigen, wenn sie läufig sind. Die Kosten für die Sterilisation einer Hündin sind höher als für die Kastration eines Rüden, und noch höher, wenn sie bereits trächtig ist. Man sollte sich am besten vom Züchter oder einem anderen Experten beraten lassen, etwa dem Tierarzt, einem Verhaltensexperten oder Hundetrainer, bevor man entscheidet, ob man die nächsten Jahre mit einem Rüden oder einer Hündin verbringt!
Züchter oder Organisation, die neue Besitzer vermittelt?
Wenn Sie sich für einen Rassewelpen oder eine Mischrasse entschieden haben, ist ein Züchter mit gutem Ruf Ihre beste Wahl. Nehmen Sie Kontakt mit einem Zuchtverein oder einem Angestellten eines Rasseverbandes auf, die Ihnen eine Liste mit verfügbaren Würfen oder Kontaktadressen von Züchtern in Ihrer Region vermitteln könnte.
Einen Hund aus dem Tierheim oder einer größeren Tierhilfeorganisation aufzunehmen, kann unglaublich lohnend sein. Es gibt Tausende von Hunden, die ihr Zuhause oft ohne ihr Zutun verloren haben und darauf warten, einem neuen besten Freund treu zu sein. Anerkannte Zentren beurteilen Hunde, die sie aufnehmen möchten, und können Ihnen dabei helfen, die Hundepersönlichkeit zu finden, die am besten zu Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Lebensstil passt.
Es überrascht nicht, dass diese Zentren nur selten Welpen vermitteln. Eventuell müssen Sie sich die Zeit nehmen und mehrere Tierheime besuchen und müssen vielleicht auch etwas weiter fahren. Sie könnten sich an größere Organisationen wenden. In Deutschland gibt es zum Beispiel den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), den Deutscher Tierschutzbund oder den Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.